Spiegelung von Körperhöhlen und Hohlorganen

MagenBei einer Magenspiegelung werden Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mit einem flexiblen Instrument, einem Endoskop, untersucht. Sie ist eine der wichtigsten Untersuchung bei der Abklärung von Bauchschmerzen.

Die ganze Untersuchung dauert in der Regel nur ca. 8-10 min., sie ist sehr risikoarm und schmerzfrei. Vor der Magenspiegelung braucht man keine Angst haben.

Das Endoskop wird durch den Mund eingeführt, dann durch die Speiseröhre und den Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Mit Hilfe einer hochauflösenden Minikamera werden alle Abschnitte Teilen des oberen Magen-Darm-Traktes betrachtet. Entzündungen, Geschwüre oder auch Krebs können direkt erkannt werden. Mit Hilfe einer kleinen “Zange” können bei Bedarf schmerzlos kleine Gewebeproben entnommen werden.

Die Magenspiegelung ist etwas unangenehm, nach einer oberflächlichen Betäubung des Rachens aber schmerzfrei. Wenn man ängstlich oder empfindlich ist, ist es auch kein Problem, sich eine „Beruhigungsspritze“ geben zu lassen (Sedierung mit Propofol). Damit sorgen wir dafür, dass Sie während der Untersuchung schlafen und gar nichts davon spüren. Selbstverständlich erfolgt jede Sedierung unter Beachtung der aktuellen medizinischen Leitlinie und mit Überwachung von Atmung und des Herz-Kreislaufsystems. Alle unsere Mitarbeiterinnen haben eine zertifizierte Ausbildung des AQAI-Ausbildungszentrums zur Durchführung und Überwachung von Sedierungen.

Sie müssen nüchtern (mit leerem Magen) zur Untersuchung kommen, d.h. sie müssen 6-8 Stunden auf Nahrung und Getränke verzichten. Kleine Mengen Wasser dürfen aber bis etwa 2 Stunden vor der Untersuchung getrunken werden. Wenn Sie eine Beruhigungsspritze bekommen möchten, sollten nicht mit dem eigenen Auto und in Begleitung kommen.

KolonDie Darmspiegelung ist die wichtigste Untersuchung zur Untersuchung des Dickdarms und letzten Dünndarmabschnitts, vor allem auch zur Darmkrebsvorsorge. Bei der Darmspiegelung wird der Dickdarm mit einem flexiblen Instrument, einem Endoskop, untersucht. Das Instrument wird dabei vom After her in den Enddarm eingeführt und langsam bis durch den ganzen Dickdarm bis in den letzten Dünndarmabschnitt vorgeschoben. Dabei wird mit Hilfe einer hochauflösenden Minikamera die Darmschleimhaut betrachtet. Die Untersuchung dauert im Allgemeinen etwa 15-20 Minuten.

Krankhafte Veränderungen wie Entzündungen oder Krebs können direkt erkannt werden. Mit Hilfe einer kleinen “Zange” können schmerzlos kleine Gewebeproben entnommen werden. Wenn Polypen im Darm sind – das sind meist gutartige, bis einige cm große Schleimhautwucherungen – werden sie mit einer elektrischen Schlinge schonend und schmerzlos entfernt. Das ist sehr wichtig zur Darmkrebsvorsorge.

Vor einer Darmspiegelung braucht man keine Angst zu haben. Sie ist heute eine risikoarme Routineuntersuchung. Mit einer Beruhigungsspritze oder Kurznarkose (Analgosedierung mit Propofol) ist sie nur wenig belastend und völlig schmerzfrei. Selbstverständlich erfolgt jede Sedierung unter Beachtung der aktuellen medizinischen Leitlinie und mit Überwachung von Atmung und des Herz-Kreislaufsystems. Alle unsere Mitarbeiterinnen haben eine zertifizierte Ausbildung des AQAI-Ausbildungszentrums zur Durchführung und Überwachung von Sedierungen.

PolypektomieSeit 2011 bieten wir an, den Darm nicht mit Luft, sondern mit CO2 zu füllen, was Beschwerden nach der Untersuchung mit oft unangenehmen Blähungen zuverlässig verhindert. Über die besondere Vorbereitung zur Darmreinigung werden wir Sie anhand eines Merkblatts informieren. Sie sollten wegen der Beruhigungsspritze nicht mit dem eigenen Auto und in Begleitung kommen.

Dickdarmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart. Um so wichtiger ist einer sinnvolle Krebsvorsorge, Polypektomiedie beim Dickdarm ganz besonders wirksam ist. Denn durch eine Dickdarmspiegelung kann nicht nur Darmkrebs frühzeitig erkannt werden. Vielmehr kann durch die endoskopische Abtragung von Polypen (siehe Bild), die als mögliche Darmkrebsvorläufer anzusehen sind, das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, erheblich vermindert werden.

Hier im Video sehen Sie, wie eine Darmspiegelung gemacht wird. Seit dem 1.10.2002 führen wir entsprechend den Vorsorgeempfehlungen der Krankenkassen auch Darmspiegelungen zur Krebsvorsorge durch. Diese Untersuchung ist heute Standard für Mäner ab 50 Jahren (neu seit April 2019) und für Frauen ab 55 Jahren. Bei familiärem Risiko (Darmkrebs bei 1.gradigen Angehörigen) sollte die erste Darmspiegelung in Abhängigkeit vom persönlichen Risiko oft bereits wesentlich früher erfolgen. Fragen Sie uns!

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Wir haben zwei moderne Endoskopieeinheiten, in denen wir jährlich über 2000 Endoskopien durchführen. Bei der Gestaltung wurde zusammen mit dem Team der Architekten Rumpf besonderer Wert auf eine freundliche Atmosphäre gelegt, ohne die hohen hygienischen und technischen Anforderungen zu vernachlässigen.

Wir verwenden moderne HD-Video-Endoskope der Firma KARL STORZ aus der neuesten „Silver-Line“. Während der Untersuchungen erfolgt ein Monitoring zur Überwachung von Atmung und Kreislauf. Wir sind an die zentrale Sauerstoffversorgung des St. Nikolaus-Stiftshospital angeschlossen, sodass wird regelmäßig im Rahmen von Sedierungen unterstützend Sauerstoff geben können. Zur Füllung des Dickdarms können wir nicht nur Raumluft, sondern bevorzugt CO2 verwenden, das für die Patienten viel angenehmer ist.

Im Aufbereitungsraum werden die Endoskope nach jeder Benutzung in standardisierten Arbeitsabläufen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes für Hygiene aufbereitet. Zunächst erfolgt eine manuelle Vorreinigung, dann die Desinfektion in einer automatischen RDG-E (Reinigungs- und Desinfektionsgerät für Endoskope). Wir benutzen die Innova E3 der Firma BHT Hygienetechnik in Gersthofen.

Endoskopisches Zusatzmaterial (Zangen, Schlingen) werden entweder als Einmalmaterial verwendet oder in der Zentralsterilisation des St. Nikolaus-Stiftshospitals nach OP-Standard wiederaufbereitet. Unser Personal hat an speziellen Hygiene-Fortbildungen teilgenommen und ist umfangreich geschult.

Regelmäßig erfolgen interne und unangemeldete externe Qualitätskontrollen nach den Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung durch das Institut für Hygiene und Infektionsschutz des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz. Die Genehmigung zur Durchführung von Endoskopien ist vom Nachweis einer einwandfreien Desinfektion abhängig.